Deutsch von Matthias Grön
Alles ist vergänglich. Pflanzen wachsen im Frühling und vergehen im Herbst. Der Winter wird vorübergehen, genauso wie Magenschmerzen. Und auch du wirst irgendwann nicht mehr da sein. So ist es mit allen Dingen: Bäume können sehr alt werden, aber auch sie vergehen, genauso wie Ozeane oder ganze Tierarten.
Nicht jedem gelingt es, diese Vergänglichkeit anzunehmen. Eine Figur in diesem Stück fürchtet sich so sehr vor dem Ende, dass sie die Aufführung lieber gar nicht erst beginnen möchte. Die beiden anderen versuchen, ihr Mut zu machen, doch die Angst schleicht wie ein Schatten über die Bühne. Schließlich fassen die drei einen ungewöhnlichen Entschluss: Sie beginnen gleich am Ende, um das Unvermeidliche willkommen zu heißen. Aber was erwartet uns, wenn alles schon vorbei ist?
In dieser poetischen, tragikomischen Inszenierung stellen sich drei Figuren gemeinsam mit dem Publikum der Herausforderung des Abschieds. Sie springen vor und zurück durch das Band der Zeit, feiern Vergangenes mit ausgelassenen Ritualen und finden Trost im Loslassen. Schritt für Schritt entdecken sie: Das Vermissen birgt auch ein zartes Glück.
