Lea Wesemann

Hafen-, Schiffshygiene und Rassismus im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert kam es zu einer vermehrten Auseinandersetzung mit der Frage nach Hygiene und Gesundheitsvorbeugung auf Schiffen und in Hafenstädten. Verschiedene Infektion en breiteten sich aus, die sich durch die globalisierte Schifffahrt über den ganzen Globus verteilten. Ängste vor Ansteckung verknüpften sich mit rassifizierenden Konnotationen und Projektionen auf Immigrant:innen. Rassentheorien und die Überzeugung, dass einige dieser Rassen ‚degeneriert‘ seien, vermischten sich mit Vorstellungen von Hygiene. Neben der Frage nach der gesundheitspolizeilichen Überwachung des Schiffsverkehrs finden sich im Feld der Schiffshygiene koloniale und rassistische Kategorien und Zuschreibungen. Insbesondere die Beschäftigung ausländischer Seeleute auf deutschen Schiffen wurde im deutschen Raum hinsichtlich hygienischer Bedenken erörtert wie auch Fragen der Arbeits- und Kolonialökonomie. Diese Diskussion verdeutlicht eindrucksvoll wie wirtschaftliche Interessen und rassistische Weltbilder in der Kolonialzeit miteinander konkurrierten und zusammenhingen.

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Termine


  • 02.12.2026 ab 18:00 Uhr

Veranstalter


Koloniale Kontinuitäten Oldenburg

26121 Oldenburg

https://koloniale-kontinuitaeten.de/

Eintritt


  • frei
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