Werkgespräch: Stereotype in der Kunst - Arnold Böcklins „Susanna im Bade“

Werkgespräch: Stereotype in der Kunst - Arnold Böcklins „Susanna im Bade“

Die alttestamentliche Geschichte der Susanna, überliefert im Zusatz zum Buch Daniel, gehört seit dem Mittelalter zu den am häufigsten dargestellten Bildthemen der europäischen Kunst. In Arnold Böcklins (1827–1901) Gemälde „Susanna im Bade“ (1888) erfährt dieses Thema eine besondere Zuspitzung, die vor dem Hintergrund des 19. Jahrhunderts auch unter dem Aspekt antisemitischer Bild- und Denkstrukturen kritisch zu betrachten ist. Eine explizite antisemitische Intention Böcklins lässt sich daraus nicht zwangsläufig ableiten. Dennoch zeigt das Werk exemplarisch, wie tief antisemitische Stereotypen in die Bildsprache des 19. Jahrhunderts eingeschrieben waren und selbst dort wirksam wurden, wo sie nicht bewusst thematisiert oder reflektiert wurden. „Susanna im Bade“ fungiert somit als ein aufschlussreiches Dokument kultureller Imaginationen, in dem biblische Narration, Geschlechterdiskurse und antisemitische Denkfiguren ineinandergreifen. Gemeinsam wollen wir uns kritisch mit dieser Bildsprache auseinandersetzen, das Thema in den Werken weiterer Künstler besprechen und alle lesbaren Stereotype herausarbeiten. Eine Veranstaltung im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“.

Weitere Informationen

Termine


  • 21.03.2026 ab 11:00 bis 12:00 Uhr

Veranstalter


Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg
Damm 1
26135 Oldenburg
0441/40570-400
info@landesmuseum-ol.de
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Eintritt


  • Von 10.00 € bis 13.00 €

zzgl. zum Eintritt

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