Vom Schweigen zur Sichtbarkeit – Jesidische Stimmen in Oldenburg

Vom Schweigen zur Sichtbarkeit – Jesidische Stimmen in Oldenburg

Erinnerungen: persönlich, gesellschaftlich, geschichtlich. Wie prägen sie uns und wie prägen sie die Gesellschaft? Wem gedenken wir, wem nicht und warum eigentlich? Der Umgang mit Erinnerungen kann zudem geprägt sein von Widersprüchen. Persönliche Erinnerungen müssen nicht zu gesellschaftlichen passen. Wie können wir eine plurale Erinnerungskultur mit verschiedenen Geschichten im Einwanderungsland Deutschland etablieren? Wir werden gemeinsam Zines erstellen, die sich mit unseren Erinnerungen und unserem Umgang damit beschäftigen. Zines (selbstgemachte Magazine/ Zeitungen/ Hefte) sind eine gute Möglichkeit, um sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen und dabei kreativ zu werden. Der kreative Umgang soll dabei die Möglichkeit bieten, sich neben den theoretischen Ansätzen auch mit persönlichen Gedanken zu befassen. Der Workshop richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die sich mit der Geschichte ihrer Familie, mit der gesellschaftlichen Geschichte oder generell mit der Frage nach Erinnerungen und Zukunft beschäftigen möchten. Jasmina Bindner in der politischen Bildungsarbeit tätig, mit den Schwerpunkten Demokratie, Empowerment und Engagement gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Samstag, 14. November, 10 Uhr kostenfrei mit Anmeldung bis zum 6. November unter museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3403. Yezidische Forum Oldenburg e. V. Das Yezidische Forum Oldenburg e. V. wurde im Jahr 1993 von nach Oldenburg zugewanderten Jesidinnen und Jesiden gegründet und setzt sich als aktive Migrant*innen- und Kulturorganisation für die Sichtbarkeit, die Teilhabe und dem Empowerment der jesidischen Community ein. Das Forum versteht sich als religiöse, kulturelle und soziale Anlaufstelle der jesidischen Gemeinschaft sowie als Brücke und Begegnungsraum zwischen verschiedenen Kulturen, Religionen und gesellschaftlichen Gruppen. Mit über 7.000 der in Deutschland rund 300.000 lebenden Jesidinnen und Jesiden ist die jesidische Community in Oldenburg überproportional vertreten und ein sichtbarer Teil des städtischen und kulturellen Lebens. Ein besonderer Schwerpunkt des Yezidischen Forums liegt in der Jugend-, Frauen-, Senioren-, Beratungs- und Integrationsarbeit. Mit Angeboten wie dem wöchentlichen Frauentreff, dem Jugendcafé, Mal- und Zeichenkursen sowie jesidischem Religionsunterricht, in dem neben religiösen Inhalten auch Fragen von Werten, gesellschaftlichem Zusammenleben, Verantwortung und Identität verhandelt werden, dient es als Begegnungsraum für Gemeinschaft, Orientierung, Identitätsbildung und Dialog. Dabei engagiert sich das Forum insbesondere in den Bereichen Bildung, Integration und Erinnerungskultur und vertritt die Interessen der Jesidinnen und Jesiden in kommunalen und gesellschaftlich relevanten Gremien im Sinne gesellschaftlicher Teilnahme und Teilhabe. Weitere Infos zur Reihe “Wer bestimmt was bleibt?” gibt es hier. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch:

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