Institutioneller Rassismus ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Ereignisse wie der Terroranschlag am 19. Februar 2020 in Hanau sowie der Tod von Lorenz in Oldenburg zeigen, dass Racial Profiling, insbesondere in der Polizeiarbeit, ein hochaktuelles Problem darstellt.
Said Etris Hashemi verlor bei dem rechtsextremen Anschlag vor sechs Jahren seinen jüngeren Bruder Said Nesar und viele seiner Kindheitsfreunde. Er selbst überlebte mit mehreren Schusswunden schwerverletzt. Seitdem ist er Botschafter für mehr Gerechtigkeit in Deutschland, nutzt seine Stimme aktiv und setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein.
Die spezifische Expertise von Said Etris Hashemi steht neben einer wissenschaftlichen Einordnung von institutionellem Rassismus in der Polizei im Zentrum der Veranstaltung. Gemeinsam werden rassistische Mechanismen analysiert, um eine staatliche und institutionelle Verantwortung einzufordern, damit das Versprechen vom ,Freund und Helfer‘ für alle Mitglieder der Gesellschaft mehr als eine institutionalisierte, leere Floskel ist.
Einführung und Moderation der Veranstaltung werden Dr.in phil. Fatoş Atali-Timmer und Prof.in Dr.in Ayça Polat vom Institut für Pädagogik, Center for Migration, Education and Cultural Studies übernehmen.
Die Reihe des Arbeitskreises Koloniale Kontinuitäten wird u.a. organisiert von der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, dem Cine k, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Landesmuseum Natur und Mensch.