mit Prof. Dr. Thomas Etzemüller (Universität Oldenburg) - Das schwedische Modell ist lange Zeit als vorbildlich gepriesen worden: Als erfolgreicher Mittelweg zwischen Kapitalismus und Bolschewismus, als fürsorglicher Sozialstaat oder als Volksheim : die Utopie der Gesellschaft als recht und gerecht geordnetes Heim für Jedermann. In dem Vortrag wird skizziert, wie dieses Modell entstanden ist und was es lange Zeit so erfolgreich gemacht hat. Die Behauptung ist: Der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat hatte sich die Sozialisierung der Wirtschaft auf seine Fahnen geschrieben, aber nicht durch eine Vergesellschaftung der Industrie, sondern durch eine Steigerung des Konsums. Kaum ein Land war kapitalistischer als Schweden auf seinem Weg zum Sozialismus.
Organisator: Institut für Geschichte