Ausgehend von Akten der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesse aus dem Nachlass seines Großvaters, untersucht Leon Kahane die Verflechtung von persönlicher Familiengeschichte und politischer Erinnerungskultur. Im Zentrum stehen Biografien jüdischer Überlebender, die im Widerstand aktiv waren und nach 1945 in die DDR zurückkehrten.
Wie wurden diese Erfahrungen zur Selbstlegitimation des antifaschistischen Staates instrumentalisiert und welche ideologischen Spuren wirken bis in gegenwärtige Debatten fort? Anhand der materiellen Transformation vom DDR-Propagandaplakat über das Deckblatt einer Prozessakte hin zum Bild wird sichtbar, wie Geschichte erzählt, überformt und politisch wirksam wird. Dabei richtet sich der Blick auch auf aktuelle Konflikte und die fortdauernde Bedeutung von Erinnerungspolitik.
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Termine
- 23.06.2026 ab 17:00 bis 18:30 Uhr
Veranstalter
K.d.ö.R
26121 Oldenburg
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