CHARLY HÜBNER & CAREN MIOSGA

Uwe Johnson entfaltet in »Jahrestage« ein einzigartiges Panorama deutscher und internationaler Geschichte im 20. Jahrhundert. 

Dabei verhandelt er gesellschaftliche Problematiken, die heute so aktuell anmuten wie damals: den ungehaltenen Alltagsrassismus in den Vereinigten Staaten, die imperiale Gier der sowjetischen Machthaber und ein Deutschland, das die Augen vor seiner eigenen Geschichte verschließt. 

Eine nuancierte »Lese-Weltreise« in Zeit & Ort und ein echtes Stück Weltliteraturgeschichte – live mit brillianten Darsteller:innen im Staatstheater Oldenburg!

 

Tag für Tag, über ein Jahr hinweg, erzählt Gesine Cresspahl ihrer zehnjährigen Tochter Marie aus der eigenen Familiengeschichte.

Zentral vom Leben in Mecklenburg in der fiktiven Kleinstadt Jerichow: vom Ende der Weimarer Republik, dem Aufstieg des Nationalsozialismus, der Besetzung Mecklenburgs durch die Rote Armee, über die Anfänge der DDR (bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings).
Parallel schildert der Roman das alltägliche und gegenwärtige Leben von Mutter und Tochter im Exil: aus der bewegten Metropole New York im blutigen Epochejahr 1968, u.a. inmitten von Vietnam- und Studentenprotesten.


Der Roman wurde von der ZEIT in die „Bibliothek der 100 Bücher“ aufgenommen.

Deutsche Schriftsteller & Kritiker wählten „Jahrestage“ auf Platz 5 der wichtigsten deutschsprachigen Romane des 20. Jahrhunderts.

Der Verleger Siegfried Unseld verglich den Jahrhundert-Roman in Konzept wie Bedeutung mit „Ulysses“ von James Joyce.


Die Vorführung mit Charly Hübner & Caren Miosga, Musik/Klavier Ninon Gloger, ist eine kurzweilige Reise durch den großen Erzählstrom des rund 1.800 Seiten umfassenden Epochen-Romans.

Sie zeigt exemplarisch Figuren, Episoden, Gespräche, Erinnerungen, Alltagsereignisse (sowie Berichte und Zeitungsmeldungen der New York Times) aus den Jahren 1967/1968 in New York City – inmitten von Vietnamkriegs- und Studentenprotesten und den Vorbereitungen des Einmarsches der sowjetischen Truppen in die damalige Tschechoslowakei. 

Spannend, unterhaltsam, berührend – und gesellschaftspolitisch aktuell!

 

Aufführungsdauer: 100 Minuten und eine Pause

Textmontage & Regie: Wolfgang Stockmann

 

 

Pressestimmen: 

 

„Sehr persönliche Momente und immer wieder Gänsehaut – ein starkes Experiment!“ 

NDR

 

”Die einfühlsame und berührende Präsenz von Caren Miosga und die schauspielerische Klasse von Charly Hübner, der überdies den mecklenburgischen Hintergrund famos zum Klingen bringt, vereinen sich mit dem musikalischen Drive der Pianistin Ninon Gloger zu einem Klasse-Abend.“

Nordkurier

 

"Eine verdienstvolle und unterhaltsame Auseinandersetzung mit einem Klassiker und Großwerk. Charly Hübner ist eine Idealbesetzung.“  

FAZ

 

"Die routinierte Ex-Moderatorin der Tagesthemen trägt nicht neutral-professionell vor, sondern lässt Gefühle durchscheinen – das ergibt einen warmen und freundlichen Ton, der dem Ohr schmeichelt. Charly Hübner liest mit klarer, kraftvoller und lebendiger Stimme. Eine Meisterleistung!“

Münchner Merkur 

 

 

Protagonist:innen: 

 

Caren Miosga 
Die deutsche TV-Journalistin und Moderatorin wuchs in der niedersächsischen Kleinstadt Ilsede auf und machte dort Abitur. Nach der Schule zog sie zum Studium der Geschichte und der Slawistik nach Hamburg. Nach dem Studium arbeitete Miosga als Radio-Moderatorin bei Sendern in der Region, u.a. bei Radio Schleswig-Holstein und Radio Hamburg.
1999 wechselte Miosga zum Fernsehen, moderierte das Kulturjournal im NDR, ab 2003 das Medienmagazin “Zapp”. Ab 2006 moderierte sie in der ARD das Kulturmagazin “ttt – titel, thesen, temperamente” und wechselte 2007 schließlich zu den “Tagesthemen”. Dort moderierte Miosga im wöchentlichen Wechsel mit Ingo Zamperoni. Seit Januar 2024 moderiert sie den Politik- & Gesellschafts-Talk „Caren Miosga“ am prominenten Sonntag-Abend in der ARD. 

2017 erhielt Caren Miosga (neben ZDF-Kollegin Marietta Slomka und RTL-Kollege Peter Kloeppel) die Goldene Kamera in der Kategorie “Beste Information”. 

2021 folgte eine Auszeichnung mit dem Adolph-Grimme-Preis. 

 

Charly Hübner 
wurde in Neustrelitz/ Mecklenburg geboren, studierte an der HfS „Ernst Busch“ Berlin Schauspiel und spielte an diversen Bühnen des Landes – darunter die Schaubühne Berlin, die Städtischen Bühnen Frankfurt a.M., das TAT Frankfurt a.M., das Schauspielhaus Zürich, das Schauspiel Köln und zuletzt am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 
Seit 20 Jahren wirkt er in über 100 Film- und TV-Produktionen mit, darunter 24 Filme in der TV-Reihe „Polizeiruf 110 Rostock“, 5 Staffeln „Ladykracher“, TV-Produktionen wie „Unterleuten“, „Hausen“ oder „Bornholmer Strasse“ und in den Kinofilmen „Das Leben der Anderen“, „Krabat“, „Bibi und Tina“, „Junges Licht“, „Magical Mystery – oder die Rückkehr des Karl Schmidt“, „3 Tage in Quiberon“, „Rabiye Kurnaz gegen George Bush“, „Mittagsstunde und „Stille Trabanten“. 
Er wurde mit der Goldenen Kamera, dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Adolph-Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Ernst-Lubitsch-Preis und dem Gertrude-Eysoldt-Ring geehrt.  Erstmals Regie führte er bei der ARD-Dokumentation „16 x Deutschland – Mecklenburg/Vorpommern“. Sein Kino-Dokumentarfilm „Wildes Herz“ über die Band ‚Feine Sahne Fischfilet‘ wurde zahlreich geehrt, unter anderem mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts des DOK Leipzig, dem Preis für den besten Dokumentarfilm beim Bolzano Filmfestival Bozen und dem DEFA-Förderpreis des DOK Leipzig. Zuletzt inszenierte er 2023 den Kino-Film „Sophia, der Tod und ich“ nach dem Roman des Musikers Thees Uhlmann.

 

Ninon Gloger
Pianistin, begeistert sich für Musik und musikalische Projekte in vielerlei Gestalt. Nach ihrem klassischen Klavierstudium in Stuttgart, Winterthur, Lübeck und in Leuven/Belgien erhielt sie Impulse in Meisterkursen mit George Crumb, Elisabeth Leonskaja, Konrad Richter und Walter Levin. 

Sie tritt regelmäßig u.a. bei Festivals wie dem Ultraschall Festival Berlin, Eclat Stuttgart, Poznan Spring Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Schleswig-Holstein Musikfestival auf. Ihr Interesse gilt neben der Kammermusik insbesondere der Neuen Musik. Mit ihrer Formation ¸,‚Triologue’ hat sie mit Eigenkompositionen und Musik im Bereich Jazz/World/Avantgarde etliche Auszeichnungen erlangt und trat beim »Jazz Baltica«-Festival auf.  
Ninon Gloger ist als Dozentin für Klavier an der Musikhochschule Lübeck tätig.

 

 

Uwe Johnson  
wurde am 20. Juli 1934 in Kammin (Pommern), dem heutigen Kamien Pomorski, geboren und starb am 22. oder 23. Februar 1984 in Sheerness-on-Sea. 1945 floh er mit seiner Mutter und seiner Schwester zunächst nach Recknitz, dann nach Güstrow in Mecklenburg. Sein Vater wurde von der Roten Armee interniert und 1948 für tot erklärt. 1953 schrieb er sich an der Universität Leipzig als Germanistikstudent ein und legte sein Diplom über Ernst Barlachs »Der gestohlene Mond« ab. Bereits während des Studiums begann er mit der Niederschrift des Romans »Ingrid Babendererde«. Reifeprüfung 1953. Er bot ihn 1956 verschiedenen Verlagen der DDR an, die eine Publikation ablehnten. 1957 lehnte auch Peter Suhrkamp die Veröffentlichung ab. Der Roman wurde erst nach dem Tode von Uwe Johnson veröffentlicht. Der erste veröffentlichte Roman von Uwe Johnson ist »Mutmassungen über Jakob«. Von 1966 – 1968 lebte Uwe Johnson in New York. Das erste Jahr dort arbeitete er als Schulbuch-Lektor, das zweite wurde durch ein Stipendium finanziert. Am 29. Januar 1968 schrieb er in New York die ersten Zeilen der »Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl« nieder. Deren erste ›Lieferung‹ erschien 1970. Die Teile zwei und drei schlossen sich 1971 und 1973 an. 1974 zog Uwe Johnson nach Sheerness-on Sea in der englischen Grafschaft Kent an der Themsemündung. Dort begann er unter einer Schreibblockade zu leiden, weshalb der letzte Teil der Jahrestage erst 1983 erscheinen konnte. 1979 war Uwe Johnson Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Ein Jahr später erschienen seine Vorlesungen unter dem Titel Begleitumstände. Sein Nachlass befindet sich im Uwe Johnson-Archiv an der Universität Rostock. 

Weitere Informationen

Termine


  • 03.09.2024 ab 19:30 Uhr

Veranstalter


Revue - Gesellschaft für Konzerte und Veranstaltungen mbH

xxx

Hier dargestellte Inhalte werden direkt von den Veranstaltern übermittelt. Die OTM liefert keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben.