Schlossgarten Oldenburg, © OTM/ Verena Brandt

Schlossgarten Oldenburg

Mitten in der Innenstadt, umgeben von Wohnvierteln, Straßenzügen und Geschäften liegt der Oldenburger Schlossgarten. Mit einem vielfältigen Pflanzenbestand, der natürlich gewachsenen Landschaft mit weiten Rasenflächen und geschwungenen Wegen lädt die 16 Hektar große Anlage noch heute zum Verweilen und Entspannen ein. Angelegt im Stil eines englischen Landschaftsgartens erfuhr er in den 200 Jahren seines Bestehens nur wenige Eingriffe, so dass er sich bis heute fast unverändert, zum Teil sogar mit dem ursprünglichen Baumbestand, darbietet. Eine besondere Augenweide sind die Tulpenbäume, die zum Teil schon um 1814 vom Hofgärtner Julius Friedrich Wilhelm Bosse gepflanzt wurden. Ein besonderes Highlight ist auch das mit Lichtanlagen ausgestattete Tropenhaus. Durch einen Rausch aus Licht- und Farbspiel werden dem Besucher die Tropengewächse in besonderer Weise präsentiert. Garten- und Naturfreunde erfreuen sich jährlich im Frühling an den vielen heute für die Region typischen Rhododendrensträuchern. Eine erste Anpflanzung ließ Herzog Peter Friedrich Ludwig bereits 1828 am Schlossgartenteich anordnen. Auch viele große Bäume aus der Zeit um 1800 sind bis heute erhalten geblieben. 1856 wurde der erste Mammutbaum im Blumengarten des Oldenburger Schlossgartens gepflanzt. Imposant steht er noch heute im ehemaligen Küchengarten. Der Oldenburger Schlossgarten glänzt nicht nur mit seiner Pflanzenvielfalt, sondern auch mit Energie- und Kosteneinsparung durch moderne LED-Beleuchtung. So profitieren Umwelt und die Verwaltung des Schlossgartens von 4.500 kWh weniger Stromverbrauch im Jahr und die Pflanzen im Tropenhaus von einer besseren Beleuchtung.

Geschichte

Der Garten entstand um 1814 unter der Herrschaft von Herzog Peter Friederich Ludwig von Holstein-Gottorp. Mit dem Regierungsantritt der Herzöge von Holstein-Gottorp beginnt 1773 eine neue Phase der Stadtentwicklung in Oldenburg. Wo sich mittelalterliche Stadttore befanden, entstanden großzügige Plätze, raffinierte Blickachsen, die plötzlich ihre Richtung ändern und überraschende Blicke auf die Residenz bieten. Da sich der aufgeklärte Herzog auch dafür einsetzte, seinen Untertanen kulturelle Bildung zu ermöglichen, machte er nicht nur eine Bibliothek und seine Gemälde der Oldenburger Bevölkerung zugänglich, auch seinen Schlossgarten, der ab 1814 nach den Entwürfen von Christian Ludwig Bosse - und fortgeführt von dessen Sohn - entsteht, öffnet er ab 1824. Der Landesherr zählt zu den gartenkundigsten Regenten seiner Zeit, weshalb seine Kenntnisse und Ideen maßgeblich einflossen. Nach 1918 ging der Schlossgarten in den Besitz des Freistaates Oldenburg über, der 1946 Teil Niedersachsens wurde. Im Jahr 1978 erhielt der Schlossgarten infolge des neuen niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes den Status eines schutzwürdigen Kulturdenkmals und wurde damit in den Stand eines Gartendenkmals erhoben.
 

Öffnungszeiten

Der Garten ist von April bis September von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten von Oktober bis März von 8:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit und in Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen. Die genauen Schließzeiten von Oktober bis März sind der Beschilderung an den Eingängen des Schlossgartens zu entnehmen.