mit Prof. Dr. Almut Höfert (Universität Oldenburg) - Die göttliche gerechte Ordnung im Mittelalter hatte durchaus einen egalitären Charakter, sie bedeutete jedoch auch, dass verschiedene Aufgaben für verschiedene Gruppen vorgesehen waren und soziale Ungleichheiten damit legitimiert wurden. Es gab heftige gelehrte Streitigkeiten und soziale Proteste darüber, wie eine gerechte Ordnung auszusehen hatte. Die Geschlechterordnung zwischen Männern und Frauen wurde ebenfalls grundsätzlich diskutiert. Mit der modernen Etablierung der Menschenrechte kamen gleichzeitig neue und radikalere Möglichkeiten auf, Ungleichheiten zwischen Menschen zu setzen.
Organisator: Institut für Geschichte