Zeichnung Megafon. Foto: Pixabay

Praxiswerkstatt Rassismuskritik

Die Praxiswerkstatt Rassismuskritik wird vom Fachdienst Integration des Amtes für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg in Kooperation mit dem Center for Migration, Education and Cultural Studies der Universität Oldenburg angeboten.

In der Praxiswerkstatt sollen sich Theorie und Praxis begegnen, um die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen des rassismuskritischen, migrationssensiblen und diversitätsbewussten Handelns kennenzulernen. Ziel ist es zu schauen, wie sich Theorie und Praxis durch die unterschiedlichen Perspektiven gegenseitig unterstützen und stärken können.

Die Praxiswerkstatt bezieht sich hierbei auf konkrete Erfahrungen und Episoden, auf Handlungskonzepte und institutionelle Routinen sowie auf allgemeine Fragen. So werden Fallarbeit und Fallreflexionen auf theoretische Reflexionen bezogen und umgekehrt. Ziel ist es, erlebte Situationen zu reflektieren, zu hinterfragen und konkrete Handlungsansätze zu erarbeiten.

Nächste Praxiswerkstatt am 28. Oktober 2026 – Erinnerungskultur zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kontext der Migrationsgesellschaft

Die kollektiven Erinnerungskulturen zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie z.B. der Holocaust, der Kolonialismus oder der Stalinismus werden oft in ein Konkurrenzverhältnis zueinandergesetzt. Die Erinnerung an das eine scheint die Erinnerungen an andere große Menschheitsverbrechen auszuschließen. In einer Migrationsgesellschaft müssen wir uns von einem Entweder-Oder verabschieden. Vielmehr benötigen wir eine Perspektive des Sowohl-Als-Auch, getragen von Empathie für und Solidarität mit denjenigen, gegen die sich diese Menschheitsverbrechen richteten. Dies muss insbesondere in pädagogischen Kontexten verbunden sein mit Öffnungen und einer Haltung, die es möglich machen, auch eigene Erfahrungen einzubeziehen und anzuerkennen (beispielsweise das Erleben von Verfolgung in anderen Herkunftsländern oder das Erleben von Gewalt bei der Flucht). Grundsätzlich sollte es darum gehen, eine Ahnung davon zu entwickeln, wie es zu Menschheitsverbrechen kommen konnte und was wir heute alle gemeinsam tun können, damit es nicht wieder (so oder so ähnlich) geschieht.

Wie in der Praxiswerkstatt üblich, wird sich dem Thema gemeinsam mit Personen aus Praxis und Wissenschaft anhand eines konkreten Falls genähert und es werden gemeinsam Reflexions- und Handlungsoptionen erarbeitet.

Die wissenschaftliche Perspektive wird Prof. a.D. Dr. Rudolf Leiprecht (Sozialpädagoge, Rassismusforscher) im Rahmen eines kurzen Impulsvortrages einbringen.

Die Veranstaltung richtet sich an pädagogisch handelndes Personal, beispielsweise in Schulen, in der Sozialen (Beratungs-)Arbeit und in der Jugend- und Familienhilfe.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 28. Oktober 2026, 14 bis 16 Uhr an der Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße 114-118) statt. Der Raum wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Aufgrund begrenzter Raumkapazitäten ist eine Anmeldung unter praxiswerkstatt-migration@stadt-oldenburg.de notwendig.

Weitere Informationen

Termine


  • 28.10.2026 ab 14:00 bis 16:00 Uhr

Veranstalter


Stadt Oldenburg

26105 Oldenburg

Eintritt


  • frei
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