Eine Perspektive zur Entwicklung der traditionellen Medizin in Ghana Die Ankunft der Europäer und die darauffolgende Christianisierung und Kolonialisierung Afrikas, insbesondere Ghanas, führten dazu, dass indigene Glaubensvorstellungen und Praktiken, einschließlich der traditionellen Medizin, verteufelt wurden. In Ghana wurden traditionelle Priester, Priesterinnen und Kräutermediziner aufgrund ihrer angeblichen Unvereinbarkeit mit der christlichen Lehre pauschal als "Fetischisten" eingestuft. Die Einführung der westlichen Medizin und des westlichen Gesundheitssystems verdrängte die traditionellen Heilmethoden. Trotz dieser Geschichte erlebt die traditionelle Medizin derzeit eine Renaissance und wird zunehmend in das ghanaische Gesundheitssystem integriert. Obwohl es wissenschaftliche Literatur zu Gesundheit, Heilung und traditioneller Medizin in Ghana gibt, haben Wissenschaftler die Dekolonialisierungsbemühungen des ghanaischen Gesundheitssystems bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zu dieser Lücke in der Wissensproduktion hat Gabriel Appiah geforscht und wird über seine Forschungsergebnisse sprechen.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Dr. Gabriel Appiah ist Dozent und Leiter des Fachbereichs Sozialwissenschaften am Peki College of Education in Ghana. Im Jahr 2023 promovierte er an der University of Ghana im Fach Religionswissenschaft. Zu seinen Lehr- und Forschungsschwerpunkten zählen Religionswissenschaft, Theologie und Heilung, Pfingstbewegungsforschung, afrikanische Spiritualität, Afrikastudien und Forschungsmethoden.

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Termine
- 22.10.2026 ab 18:00 Uhr
Eintritt
- 11.00 €
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