Der Jahreswechsel ist eine Phase des Übergangs, die zu einer Besinnung über das Wesen der Zeit einläd.
Wer nach der Zeit fragt, fragt zugleich nach dem Spiegel, in dem sich Zeit abbildet, fragt nach dem Menschen. Und so vielgestaltig unser Menschenbild ist, so vieldeutig müssen auch unsere Zeiterfahrungen sein. Seit Jahrtausenden werden für dieses vielleicht trivialste und zugleich tiefste Phänomen unseres Daseins immer neue Antworten gesucht.
Unter dem Titel „Zeitspuren versucht Dr. Bernhard Schwarze eine Annäherung im Sinne einer Collage von Wort und Bild. Texte von verschiedenen Dichtern, Denkern und Philosophen werden zueinander in Beziehung gesetzt, um verschiedene Muster unserer Zeiterfahrungen abzubilden. Begleitende Fotoprojektionen lassen Wort und Bild miteinander interagieren. In einer Korrespondenz von Sehen und Hören wird die Präsentation musikalisch eingerahmt.
Es geht dabei nicht um abschließende Antworten sondern um Denkanstöße und Impulse zu eigenen Assoziationen.