Tove Jansson (1914–2001) war eine der vielseitigsten und einflussreichsten finnischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie gehörte zur schwedischsprachigen Minderheit Finnlands und verdiente in den 1930er Jahren ihr Geld zunächst mit Karikaturen und Illustrationen. In den 1940er Jahren wurde sie vor allem als Malerin großflächiger Wandgemälde für öffentliche und private Gebäude bekannt, später auch als Illustratorin von Übersetzungen.
Weltruhm erlangte sie als Schöpferin der Welt der Mumins, jener Nilpferd-ähnlichen Fantasiewesen, die sie zunächst als Geschichten für Kinder veröffentlichte; seit 1947 zeichnete sie dann die ersten Mumin-Comics, die schnell auch im englischsprachigen Ausland populär wurden; sie richteten sich zunehmend auch an Erwachsene. Seit den 1960er Jahren sind diese Geschichten aus dem Mumintal auch bei uns bekannter geworden, zunächst über die Augsburger Puppenkiste, später auch über Animationsserien.
Im Jubiläumsjahr 2026, dem 80-jährigen Bestehen der Mumins, sind diese Figuren in aller Munde. Barbara Müller und Christian Panse, die vor vier Jahren eine vielbeachtete Ausstellung mit umfänglichem Begleitprogramm in Brake gezeigt haben, führen in ihrem Vortrag zunächst in die Person Tove Jansson und ihr vielfältiges Schaffen ein und berichten von der Entstehung und dem Siegeszug der Mumins, bevor sie ihre eigene Arbeit rund um die Mumins vorstellen.

