„Meine Bücher kann man nicht in die Hand nehmen, nicht öffnen oder lesen. So bewahren sie ihr Geheimnis. Doch man kann sich ihnen zuwenden. Sie erwidern den Betrachterblick wie ein Portrait, dessen Blick dem Gegenüber folgt. Meine Gemälde sind Portraits von Büchern.“
Seit 2007 besucht der Künstler Hannes Möller Bibliotheken mit besonderen historischen Beständen in Deutschland und Europa, darunter Cluny, Coburg, Gotha, Göttingen, Hannover, Oxford, St. Gallen, Straßburg, Weimar, Wolfenbüttel, und auch die Landesbibliothek Oldenburg.
In diesen Kathedralen des Wissens entdeckt er immer wieder außergewöhnliche Schätze. Jedoch gilt sein Interesse weniger dem Inhalt dieser Entdeckungen, sein Blick ist ganz auf Gebrauchsspuren wie Kratzer, Risse oder Brüche an den Einbänden gerichtet; viele entstanden durch jahrhundertelange Nutzung.
Die teils großformatigen Papierarbeiten, detailliert gemalt in einer speziellen Mixed-Media-Technik aus Aquarell, Gouache und partieller Höhung mit Farbstiften, verleihen den Werken eine besondere Plastizität und verdeutlichen so die Einzigartigkeit dieser SOLITAIRE.
Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 16.02.2026, 19 Uhr.
