Die Debatte um die Umbenennung vom Edith-Russ-Haus für Medienkunst zum Haus für Medienkunst Oldenburg wurde 2024 und 2025 kontrovers und emotional geführt, doch differenzierte Perspektiven fanden selten Raum. Die Geschichte von Edith Ruß soll vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse beleuchtet und die Komplexität von Erinnerung, Vermächtnis und Verantwortung sichtbar gemacht werden.
Das Projekt umfasst drei Teile: Ein historischer Ausstellungsteil präsentiert vor allem Dokumente und Schriften von Edith Ruß aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der zweite Teil zeigt zeitgenössische Kunst, die Themen des Nationalsozialismus verhandelt und Kontexte berührt, die auch ihre Lebensentscheidungen prägten. Für den dritten Teil entsteht in der Ausstellungshalle ein Forum für Vorträge und Präsentationen, das ganz im Zeichen des Dialogs stehen soll. Weiterhin stehen an mehreren Tagen pro Woche Teammitglieder im Kuratorischen Büro als Ansprechpersonen bereit, um den Austausch über die gesamte Dauer zu ermöglichen.
