MUSICA GETUTSCHT: Vom vielfachen Laufe der Welt

22.01.2022 - 22.01.2022

Vom vielfachen Laufe der Welt
- Utopien der religiösen Toleranz

Musik von u.a. Salamone Rossi, Ali Ufki und Biagio Marini

Ensemble „Musica getutscht“
Mechthild Karkow | Violine

Claudius Kamp | Blockflöte & Dulzian
Sebastian Flaig | Perkussion

Julio Caballero Pérez | Cembalo
Bernhard Reichel | Laute & Chitarrone

Das Programm des Ensembles „Musica getutscht“ mit Mechthild Karkow (Professorin für Barockvioline an der Bremer Musikhochschule) ist all den Pazifisten gewidmet, die in ihren utopischen Werken ein respektvolles religiöses Zusammenleben ersehnten. Neben Werken italienischer Komponisten an österreichisch/polnischen Höfen und protestantischer Komponisten in Deutschland, stehen vor allem Salamone Rossi und Wojciech Bobowski a.k.a Ali Ufki im Zentrum des Konzerts.

Wojciech Bobowski (*1610) wurde als junger Mann von Tartaren gefangen genommen und als Sklave an das Serail des osmanischen Sultans verkauft. Der junge Pole wurde Musikpage, konvertierte zum Islam und nahm den Namen Ali Ufki an. 1640 hielt er zum ersten Mal, neben Werken deutscher Komponisten wie Heinrich Schütz, auch osmanische Hofmusik in westeuropäischer Notenschrift fest.

Salamone Rossi, genannt „Il Mantovano Hebreo“, war der einzige Komponist, der sich trotz seines jüdischen Glaubens im Italien des Frühbarocks etablieren konnte. Er verstarb im Jahr 1630, als österreichische Truppen Mantua eroberten und das dortige jüdische Ghetto dem Erdboden gleich machten. 

Weitere Informationen

Termine


  • 22.01.2022 - 22.01.2022 ab 19:30 Uhr

Eintritt


  • frei

Kontakt


Dreifaltigkeitskirche
Cloppenburger Str. 17
26135 Oldenburg

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