Geschichte(n) von Held:innen, Täter:innen und Opfern im Umfeld des Zweiten Weltkriegs – Wertungswandel und Rezeptionsgeschichte

Wie können Biografien im Geschichts- und Politikunterricht zur besseren Vermittlung von curricularen Inhalten und zur Werteorientierung von Schüler:innen eingesetzt werden?
Insbesondere im Geschichts- und Politikunterricht ist die Frage nach der konkret handelnden Person und die Einordnung in historische und politische Kontexte unverzichtbar. Dabei sind eindeutige Zuschreibungen als „Held:in“, „Täter:in“ und „Opfer“ oftmals komplex und ambivalent. Je nach gegenwärtiger Quellenlage, damaligen Handlungsoptionen sowie historischen und aktuellen Begebenheiten erlauben sich solcherart eindeutigen Kategorisierungen.
Die Zeit des Zweiten Weltkrieges bildet dabei einen beispiellosen historischen Rahmen. Die Bedingungen der Krieg- und Gewaltherrschaft spielen im deutschen Diskurs eine ausschlagebene Rolle – vor allem bei Geschichten von „Held:innen“ und „Täter:innen“ stellen sich Fragen zur persönlichen Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten. Dabei reicht der biografische Ansatz über die unmittelbare Zeit des Erlebens der Gewaltsituation hinaus. Die Einflüsse des familiären und kollektiven Gedächtnisses auf die Bewertung von individuellen Handlungen beeinflussen die Rezeption noch Jahre und Jahrzehnte später. Es stellt sich die Frage, wie sich Täter:innen und Opfer nach 1945 begegnen und wie Prozesse des Verschweigens, Vergessens und der Versöhnung möglich gemacht werden können.
Hier bieten Geschichten von Held:innen, Täter:innen und Opfern ein großes Potential zur differenzierten Betrachtung menschlichen Handels.

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Termine


  • 06.09.2022 ab 10:00 Uhr

Veranstalter


Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Donnerschweerstr. 4
26123 Oldenburg

Eintritt


  • 35.00 €

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