Karl Schwoon, In Memoriam Bauhaus Dessau I, vor 1973, Acryl, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, erworben 1973., © Landesmueum für Kunst und Kulturgeschichte

Das Bauhaus in Oldenburg

27. April bis 4. August 2019

Zwischen Utopie und Anpassung

2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. Dafür laden im Rahmen des Projekts „Bauhaus 100“ Orte in ganz Deutschland gemeinsam ein, die historischen Zeugnisse des Bauhauses zu entdecken. Das Landesmuseum in Oldenburg war bereits seit seiner Gründung mit dem staatlichen Bauhaus verbunden. Es gehörte Mitte der 1920er Jahre zu den ersten Museen, die sich zum Ansatz dieser innovativen Ausbildungsstätte bekannten und Arbeitsproben der neuartigen Produkte ausstellten. Gründungsdirektor Walter Müller-Wulckow (1886–1964) schrieb im April 1919 in der Frankfurter Zeitung den allerersten Artikel, der je zum Bauhaus erschienen ist. Er wurde 1921 zum Direktor des Landesmuseums ernannt und erwarb Bauhaus-Möbel und -Produkte. 

Die Sonderausstellung im Oldenburger Augusteum beruht auf dem Forschungsprojekt "Das Bauhaus in Oldenburg – Avantgarde in der Provinz", das die Geschichte des Zusammenwirkens des Landesmuseums mit dem Bauhaus untersucht. Die wichtigsten Protagonisten der Ausstellung sind vier Bauhäusler aus Oldenburg und Ostfriesland, deren Wirken und Werdegang verfolgt werden. Im Mittelpunkt stehen Hermann Gautel (1905-1945), Hin Bredendieck (1904-1995), Karl Schwoon (1908-1976) und Hans Martin Fricke (1906-1994). Gautel und Bredendieck etwa gestalteten Mitte der 30er Jahre die Stahlrohr-Möbel und die Vitrinen für einen Raum im Oldenburger Schloss. Karl Schwoon baute nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg eine moderne Galerie auf. Er organisierte modernste Ausstellungen und gestaltete den kulturellen Wiederaufbau der Bundesrepublik mit.

Die Arbeiten der Bauhaus-Schüler werden mit den epochemachenden Werken der Bauhaus-Meister in Dialog gesetzt. Highlights sind herausragende Arbeiten von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy, Josef Albers, Ludwig Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Marianne Brandt u. a. Es handelt sich um bedeutende Leihgaben, aber auch um Spitzenstücke aus dem eigenen Bestand.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr
Eintritt: 9 €

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm >>

<a href="https://maps.google.com/maps/contrib/117617907389100730471/photos">flachlandduese</a>, © google
Elisabethstraße 1, 26135 Oldenburg

Augusteum | Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
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Ein Pärchen im Liegestuhl auf dem Oldenburger Schlossplatz vor dem Schloss., © OTM/ Verena Brandt
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Blick auf die Vorderseite des Schloss Oldenburg von außen., © OTM/ Verena Brandt

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