Das Foto entstand im Rahmen des Fotoprojektes echt.Oldenburg., © Michael Bartel / OTM

Michael Bartel

Michael Bartel (geb. 1958) ist Dipl. Ing. für Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik und seit über 30 Jahren im Schiffbau beschäftigt. Erste Erfahrungen mit der Fotografie machte er im Alter von 15 Jahren mit einer einfachen Sucherkamera. Acht Jahre später war er stolzer Besitzer einer Spiegelreflexkamera. Ihn faszinierte besonders der Entwicklungsprozess von Schwarzweißfotos. 2006 stieg er auf die Digitalfotografie um. Sein Motto: „Ja, es gibt Regeln, die man beim Fotografieren beachten sollte. Aber der Spaß und die Freude haben mindestens einen genauso hohen Stellenwert.“

Michaels Projektidee

Michael war im Mai 2018 rund um den Theaterhafen unterwegs und ging mit diesen Ideen an das Projekt heran:

"Warum „Theaterhafen und um zu“?

Es gab verschiedene Gründe, die mich zu diesem Thema führten. Allein die Tatsache, dass das Staatstheater Oldenburg in ein Zirkuszelt als Ausweichspielstätte ziehen musste, ist sicherlich spektakulär, aber für ein Projektthema zu wenig. Zudem war im Vorfeld klar, dass ich aus rechtlichen Gründen während der Aufführungen nicht fotografieren durfte.

Wesentlich interessanter war es, dass sich die Interimsspielstätte auf dem ehemaligen Gelände der Rhein-Umschlag GmbH befand. Wo man vorher nur durch Maschendrahtzäune schauen konnte und Schotter- und Kiesberge die Sicht versperrten, boten sich jetzt völlig neue Perspektiven. Das Ostufer der Hunte war jetzt zugänglich und man hatte freie Sicht auf die gegenüberliegende Hafenpromenade, den Stadthafen und die Eisenbahnbrücke.

Auf diesem Gelände entsteht ein Neubaugebiet. In einigen Jahren würde kaum noch etwas an dieses Industriegebiet erinnern, auch wenn der Portalkran stehen bleiben soll.  Die Aufnahmen würden damit auch einen zeitgeschichtlichen Charakter besitzen.

Ein weiterer spannender Punkt war, dass der Theaterhafen von einem vielseitigen Rahmenprogramm begleitet wurde. Stadtstrand, Open Air- Bühne, Freilichtkino und zahlreiche Veranstaltungen flankierend zu den eigentlichen Aufführungen des Staatstheaters versprachen einen richtigen Festivalcharakter. Eins stand zusätzlich auch fest, dieses Event wird in seiner Form und Gestaltung einmalig sein."